3.1-Organisation

Ablauf-Organisation

Ablauf- / Prozess-Organisation

Die Ablauforganisation gehört zu den Grundlagen der Organisationstheorie. Sie wird langsam von den modernen Begriffen Prozessorganisation, Prozessmanagement oder Work-Flow-Management abgelöst. Sie regelt örtliche und zeitliche dynamische Arbeitsprozesse zur Erreichung festgelegter Ziele. Dabei werden die Faktoren Raum, Zeit, Sachmitteln und Personen berücksichtigt.

Die Ablauforganisation beschäftigt sich mit der Ausstattung und Verteilung effizienter Bestände materieller und immaterieller Güter in einer Unternehmung. Daraus ergeben sich die zu behandelnden Gegenstände Personal-, Sachmittel und Datenbestände, Aufgaben- und Kompetenzgefüge.

Im Mittelpunkt der Betrachtungen bei der Ablauforganisation stehen

  • die Arbeit als zielbezogene menschliche Handlung und
  • das Versorgen der Teileinheiten von Arbeitsprozessen mit den zur Aufgabenerfüllung nötigen Sachmitteln und Informationen.
  • die Logistik des Zu- und Ablaufs von Material und Produkten
  • das Ausführen von Diensten zum Unterstützen der Arbeit
  • das Entscheiden bei Störungen

Insbesondere das Behandeln von Störungen wird im ersten Ansatz meist vernachlässigt oder schlicht vergessen.

Ziele

Die Ablauforganisation ist ein Konzept zur Komplexitätsreduktion der Handlungen und Abläufe mittels Modellierung und Standardisierung. Sie verfolgt periodenbezogene monetäre und qualitative Ziele:

  • Optimieren der Kapazitätsauslastung
  • Verringern der Verteil-, Durchlauf-, Warte- und Leerzeiten
  • Reduktion der Kosten der Vorgangsbearbeitung
  • Steigern der Qualität der Vorgangsbearbeitung und der Arbeitsbedingungen
  • Verringern der Fehlerquote bei Produktherstellung und bei Entscheidungen
  • Reduzieren der Verteil- und Transportaufwendungen durch Optimierung der Arbeitsplatzanordnung
  • Erhöhen der Termintreue durch Verkürzen der Wartezeiten und der Verteilzeiten

Zwischen den Zielen des Maximierens der Kapazitätsauslastung und des Minimierens der Durchlaufzeiten besteht ein Zielkonflikt. Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Dilemma der Ablauforganisation.[1] Dies sei an einem Beispiel aus der Produktion verdeutlicht: Um eine möglichst gute Kapazitätsauslastung zu erreichen, muss ein hoher Auftragsbestand vor jedem Arbeitsplatz bereitstehen, so dass die Gefahr von Leerlauf nicht gegeben ist. Damit erhöhen sich jedoch für den einzelnen Auftrag die Liege- und damit die Durchlaufzeiten. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass

  • eine relativ geringe Absenkung der Bestände,
  • eine überproportionale Verkürzung der Durchlaufzeit
  • bei nur kleinen Einbußen der Kapazitätsauslastung

bewirkt.

Aufgabenverteilung

Ein besonderer Schwerpunkt der Ablauforganisation besteht in der Aufgabenverteilung. Voraussetzung dafür ist die Auseinandersetzung mit der Frage, ob und in welchem Maß die Aktivitäten zur Aufgabenerfüllung geregelt werden sollen. Sowohl die Aufgabenstruktur als auch die Aufgabenziele sind für die Regelungsintensität maßgebend.

Nach Nordsieck (1955) gibt es folgende Stufen der Erfüllung des Regelungsbedarfs durch die Ablauforganisation:[3]

  • Freier Verlauf
  • Inhaltlich gebundener Verlauf
  • Abfolgegebundener Verlauf
  • Zeitlich gebundener Verlauf
  • Taktmäßig gebundener Verlauf
  • implizite sowie explizite Reorganisation von bereits vorhandenen Ablaufprozessen
  • flexibler Verlauf

teilweise entnommen aus https://de.wikipedia.org/wiki/Ablauforganisation

Viel Erfolg

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