5.1-Erfolgsstories

Erfolgsstory Resopal

RESOPAL®

– das ist Marke, Unternehmen und Oberfläche, Tradition und Moderne.

Die Resopal GmbH produziert mit ca. 600 Mitarbeitern in Groß-Umstadt funktionelle und dekorative Schichtpressstoffplatten (HPL). Die Produkte finden sich in Zügen, in Kreuzfahrtschiffen, im Innenausbau und auf Außenfassaden, in Bädern, Krankenhäusern und Sportstätten und auf Möbeln. Endverbraucher verbinden mit dem Namen 50er-Jahre-Design: Nierentisch, Küche oder Frühstücksbrettchen.

Die Marke geht zurück auf das von August-Hermann Römmler 1930 angemeldete Patent. Wegen ihrer hohen Bekanntheit wurde das 1867 gegründete Unternehmen 1971 entsprechend umbenannt. Vor diesem Hintergrund darf sich die heutige Resopal GmbH als Pionier des Schichtstoffes und der Oberfläche begreifen. Und noch immer liefert das Material als eine der härtesten Oberflächen überhaupt trendsetzende Lösungen für die moderne Raumgestaltung.

Die Geschichte von Resopal ist ein Modell der Industriegeschichte. Die Anfänge des Unternehmens gehen zurück auf die Herstellung von Randprodukten der klassischen Textilindustrie. Mit dem Aufkommen neuer Industriezweige bieten sich neue Einsatzbereiche.

Die Fertigung von Isolierstoffen für die aufstrebende Elektroindustrie lässt das Unternehmen gleichzeitig mit Kunstharzen experimentieren, mit deren Erforschung es zum Pionier der Kunststofftechnologie avanciert.

Die großindustrielle Fertigung von technischen Schichtstoffen für die Elektroindustrie führt zur Erfindung dekorativer Schichtstoffe für die Möbelindustrie, auf die sich das Unternehmen schließlich spezialisiert und die es mit dem gleichen Pioniergeist bis heute vorantreibt.

Resopal ist FSC®- und PEFC™-zertifiziert und kann Zertifikate für ein Umwelt-, Qualitäts- und Energiemanagementsystem nach ISO 9001, 14001 und 50001 vorweisen.

Bereits seit 2000 macht Resopal stetig durch eine nachhaltige Unternehmensstrategie auf sich aufmerksam.

Nachhaltigkeit

Resopal entwickelt in enger Zusammenarbeit mit seinen Kunden Lösungen und Konzepte für die moderne Raumgestaltung. Dass die Kundenorientierung nicht losgelöst von einer sozialen und ökologisch vertretbaren Geschäftsstrategie verfolgt wird, ist im Unternehmen bereits seit der Jahrtausendwende fest verankert. Sicherheits-, Energie- und Umweltpolitik, soziale Verantwortung sowie Wirtschaftlichkeit sind eng miteinander verzahnt. Mit Blick auf zukünftige Generationen steht jegliches Handeln im Einklang mit Ökologie, Ökonomie und Verantwortung für die Gemeinschaft.

Sicherheits-, Energie- und Umweltpolitik

Resopal sieht seine Geschäftsaufgabe darin, Lebensräume zu gestalten, in denen sich Menschen jetzt und in der Zukunft wohlfühlen. Dazu gehört, die Produkte und das Unternehmen als kleinen Teil einer großen Gesamtumwelt zu betrachten. Das Konzept für einen vernünftigen Umweltschutz baut auf diesem Gedanken auf. Es richtet das Unternehmen langfristig auf einen niedrigen Ressourcenverbrauch aus und befähigt alle Produkte, eine lebenswerte Zukunft mitzugestalten.

Besondere Aufmerksamkeit gilt der Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter und aller Menschen, die mit den Resopal-Produkten in Berührung kommen. Die Optimierung der Prozesse bezieht sich darauf, dass Resopal sowohl in der Herstellung als auch in der Verarbeitung und beim Gebrauch sowie später, bei der Verwertung und Entsorgung, für das Menschenwohl und die Umwelt verträglich bleibt.

Schon das Originalmaterial Resopal ist seit seiner Erfindung im Jahr 1930 umweltfreundlich. Es besteht zu 65 Prozent aus Papier und zu 35 Prozent aus Harzen auf Wasserbasis. Das Kernpapier ist recycelt, FSC- und/oder PEFC-zertifiziert. Resopal-Schichtstoff hält selbst den höchsten Anforderungen mühelos stand und ist äußerst langlebig; seine lange Lebensdauer lässt das Holz bis zum Ende der Nutzungsphase längst wieder nachwachsen. Er ist lebensmittelgeeignet, hygienisch und leicht sowie mit minimalem Einsatz von Reinigungsmitteln zu reinigen. Resopal trägt das Gütesiegel „Toxproof“ vom TÜV Rheinland. Am Ende der langen Nutzungsphase kann Resopal thermisch recycelt werden und dient somit wieder der Energiegewinnung.

Stetes Ziel im Unternehmen bleibt es, Energieeffizienz zu optimieren, natürliche und menschliche Ressourcen verantwortungsvoll einzusetzen und die sparsame Ressourcenplanung auch werksübergreifend durchzusetzen.

Soziale Verantwortung

Mehr als 600 Resopal-Mitarbeiter bilden ein Team, das den Unternehmenserfolg begründet. Diese Arbeitsplätze gilt es zu sichern und auf Basis wachsenden Erfolges neue Jobs zu generieren. Die partnerschaftliche Führung, ein fortschrittliches Sozialsystem und geeignete Qualifizierungsmaßnahmen formen dazu ein motivierendes Umfeld.

Wirtschaftlichkeit und Qualitätspolitik

Auf Basis einer sozialen und ökologisch verantwortungsvollen Geschäftsstrategie Kundennutzen zu schaffen, sieht Resopal als Unternehmensziel. Kundenanforderungen werden systematisch ermittelt, um daraus Maßnahmen für die Erhöhung der Kundenzufriedenheit abzuleiten.

In allen Bereichen, bei Qualität, Umwelt und Sicherheit, werden konkrete Ziele gesetzt, die sich nach den Ansprüchen der Marktpartner, Mitarbeiter und Kapitalgeber richten. Zur Bewertung der Ziele und der von Resopal erbrachten Leistungen werden Kenngrößen definiert.

Der Prozess der kontinuierlichen Verbesserung (KVP/CIP) hilft, Qualitätsstandards nachhaltig aufrechtzuerhalten. Dazu gehört zum Beispiel die Null-Fehler-Strategie, die Ausschuss verhindert und Reklamationen senkt. Alle Prozesse sind transparent und klar definiert; das ständige Messen und Bewerten gibt Aufschluss über den Zielerreichungsgrad, aus dem sich Verbesserungspotenziale ableiten lassen. Der Fokus liegt auf Innovationen und Effizienzsteigerungen. Die Qualität sichert den Erfolg der Kunden und sorgt für eine stabile ökonomische Situation des Unternehmens, die Arbeitsplätze sichert.

Die Geschichte

Am 16. November 1867 gründet August Hermann Römmler in Spremberg in der Niederlausitz ein Unternehmen zur Aufbereitung von Abfällen aus der Tuch- und Hutfabrikation.

Die Herstellung von Baumwollflocks als Füllstoff für die Schallplattenproduktion bringt Römmler schon früh mit Kunststoffen in Berührung. Bis 1905 entwickelt Hermann Römmler junior unter Verwendung solcher Kunststoffe die Fabrikation von elektrotechnischem Isoliermaterial zur Serienreife.

Die elektrotechnische Abteilung verselbständigt sich und steigt zur führenden Spezialfabrik für hochwertiges Isoliermaterial auf.

Mit der Entwicklung des Druck-Hitze- Verfahrens für härtbare Kunststoffe wird Römmler neben der Bakelite-Gesellschaft alsbald zum Pionier der Kunststofftechnologie.

1917 wird das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft mit Verwaltungssitz in Berlin umgewandelt. Von 1919 an wird das im Labor entdeckte Phenol-Formaldehyd-Kondensationsverfahren für die Herstellung von Kunstharzen, Formteilen und Isolierplatten im großindustriellen Maßstab eingesetzt.
In den zwanziger Jahren entwickelt die Römmler AG Pressstoffe auf der Grundlage von Formaldehydharzen und sichert sich mit Patenten langfristig eine führende Position auf dem Gebiet der Aminoplaste.

1929 beteiligt sich die BBC am Unternehmen und erwirbt 1930 die Majorität, bevor sie es 1938 ganz übernimmt.

1930 meldet Römmler das RESOPAL®-Patent an und fertigt die ersten dekorativen Platten. Die Bordküche eines Zeppelins wird in rotem RESOPAL® ausgeführt.

1945 werden die Werksanlagen, in denen zuletzt 2500 Mitarbeiter beschäftigt waren, von der sowjetischen Besatzungsmacht vollständig demontiert.

1946 nimmt das Unternehmen als Abteilung Isolierstoffe der BBC in der alten Zuckerfabrik auf dem heutigen Betriebsgelände in Groß- Umstadt die Produktion wieder auf. Mit der modernen Einbauküche und dem Nierentisch der 50er Jahre gelingt Resopal der unmittelbare Wiederaufstieg.

1971 wird der Produktname, der inzwischen einen Bekanntheitsgrad von 85 Prozent erreicht hat, auch zum Firmennamen.

1973 beginnt Resopal die großindustrielle Produktion von Postforming-Arbeitsplatten und wird der führende Küchenarbeitsplattenhersteller in Deutschland.

1987 übernimmt die schweizerische Forbo AG die Mehrheit an der BBC-Tochter. In der Folge wird die Bausparte ausgebaut.

Die über lange Jahre entwickelte RESOPLAN®-Fassadenplatte wird zu einer weiteren Säule des Unternehmens.

Im Jahr 2012 wird die Resopal GmbH Teil der Wilsonart International Holdings, LLC.

Quelle: http://www.resopal.de/unternehmen/ueber-uns

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