4.4-Zeitmanagement

Die Pomodore-Technik

Pomodore-Methode: 5 Schritte für mehr Konzentration

Motivation und Konzentration

Es gibt Zeiten, in denen ich im Stress einfach untergehe und Abends feststelle, dass ich meine eigentlichen Aufgaben noch gar nicht oder nur zum Teil erledigt bekam. Die vielen kleinen Ablenkungen verhindern die  Konzentration auf das Wichtige und das Wesentliche.

Ich entdeckte eine hervorragende Zeitmanagement-Technik, bei der ich mich nur 25 Minuten voll auf meine Aufgabe konzentrieren muss. Und 25 Minuten Zeitspanne, die kann ich mich auch konzentrieren, wenn ich einmal „durch den Wind“ bin, wie ich es nenne. Ich ertappe mich dann dabei, wie mir jede Ablenkung recht kommt.

Doch ich fühle mich schlecht dabei. Also habe ich nach einer Lösung gesucht, bei der ich mich motivieren kann, meine Aufgabe konzentriert zu erledigen und dabei Ablenkungen minimieren kann. Und genau dies bietet mir die eine sogenannte Pomodore-Technik, die von Francesco Cirillo in den 80’er Jahren entwickelt wurde. Cirillo benutzte eine Küchenuhr, die wie eine Tomate aussah und benannte danach seine Methode.

Die Pomodore-Methode

Benötigt werden dafür einfache Hilfsmittel. Das Wichtigste eine möglichst tickende Küchen-/Eieruhr oder auch einen sogenannten Teatimer. Es gibt auch bereits Software für diese Funktion, ich bevorzuge doch meist die Hardware-Uhr, weil sie mich am Besten motiviert im Flow zu bleiben. Für die Aufgaben zu notieren, reicht ein einfacher Zettel – ich benutze ein Ringbuch – damit habe ich auch Kontrolle über vergangene Aufgaben und es ist schön zu sehen, wie man Aufgabe für Aufgabe erledigt bekommt. Auch hierfür gibt es besondere Software und Applikationen – siehe unter Links.

Und das allerwichtigste Hilfsmittel ist Willenskraft aber auch Geduld. Aus der Hirnforschung wissen wir, dass es mindestens 21 Tage dauert, ehe man sich eine neue Gewohnheit angeeignet hat.

Bei der Pomodore-Methode wird die Aufgabe in kurzen, aber konzentriert produktiven Zyklen unterteilt. Dann folgt eine kurze Pause zur Entspannung. So sind auch umfangreiche Aufgaben mit dieser strukturierten Unterteilung einfacher zu bewältigen. Für mich war es wichtig, überhaupt erst einmal anzufangen, denn ich hatte für größere Aufgaben einfach keine Zeitfenster frei. Dies ist auch effektive Methode, um Aufschieberitis – auf neudeutsch Prokrastination – ade sagen zu können. Und Sie werden es merken, man bekommt wieder die Herrschaft über seine Zeit. Ablenkungen und Abschweifungen – sowohl interne wie Emails lesen, letzten tweets ansehen etc. als auch externe wie Telefonanrufe, Besuche etc. lassen sich viel leichter händeln. Setzen Sie sich einfach Termine für diese produktiven Zeiten.

Die Pomodore-Methode besteht aus 5 einfachen Schritten:

  1. schriftliche Formulierung der Aufgabe
    dabei hat es sich als besonders motivierend erwiesen, wenn die Aufgabe auf eine Blatt Papier – damit sie immer präsent ist – notiert und wenn sie mit einem Verb begonnen wird. Es ist ein psychologischer Trick, wie bei den „Call-to-Action“-Buttons aus dem Internet.
    Beispielsweise statt „Blogartikel schreiben“ > schreibe einen Blogartikel über die Pomodore-Technik
    Die direkte Aufforderung motiviert zum Tun und gleichzeitig wird die Aufgabe spezifiziert.
  2. die Uhr auf 25 Minuten stellen
    es ist einfach, solch einen kurzen Zyklus von 25 Minuten voll auf die Aufgabe konzentriert durchzuhalten. Diese Zeiteinheiten werden „Pomodores“ genannt.
  3. die Aufgabe bearbeiten, bis der Wecker klingelt; mit einem X markieren
    Es gilt volle Konzentration und Fokussierung auf die Aufgabe! Jegliche Ablenkung ist untersagt. Emailbrowser während dieser Zeit schließen, möglichst alle Kommunikationsgeräte ausschalten – so als wären Sie in einer wichtigen Konferenz. Auch externe Ablenkungsquellen können Sie wirksam „abschalten“ – festes Zeitfenster terminieren und Externen bekannt geben. Anrufer von Sekretärin auf eine Rückrufliste setzen lassen oder eben einfach Anrufbeantworter einschalten. Der Möglichkeiten gibt es viele, wenn man es will. Ich habe bei mir selbst den Effekt festgestellt, dass wenn man mittendrin ein Bedürfnis hat, dies leicht um 10 bis 15 Minuten verschieben kann. Auch eine Idee oder Erinnerung an etwas, das noch zu tun ist oder ich noch suchen muss, kann man kurz als nächste Aufgabe notieren und dann wieder konzentriert weiter arbeiten.
  4. kurze Pause machen (5 Minuten)
    seien Sie auch dabei sehr konsequent zu sich selber. Stellen Sie auch für die 5 Pausenminuten den Wecker. In der Pause können Sie dann all die kleinen Verrichtungen tun, die man so benötigt.
  5. alle vier ‚pomodori‘ eine längere Pause machen (15-20 Minuten)
    nach 2 Stunden bringt eine größere Pause wieder verbrauchte Energie zurück und man ist nicht bereits Mittags ausgepowert. Am Besten einen kurzen Spaziergang machen oder sich sonst entspannen, um neue Kräfte zu tanken.

Die großen Vorteile der Pomodore-Methode sind:

  • durch die ununterbrochene Konzentration auf eine Aufgabe verringert sich die Bearbeitungszeit gravierend
  • das Ergebnis ist in den meisten Fällen qualitativ besser
  • ich selbst fühle mich bei konsequenter Einhaltung ausgeglichener und produktiver
  • es versetzt mich in ein prickelndes Flow-Gefühl
  • man schafft einfach mehr in kürzerer Zeit

Links:

Weitere grundlegende Infos finden Sie unter Wikipedia
>>> http://de.wikipedia.org/wiki/Pomodoro-Technik

Pomodore Tools
>>> http://www.der-lifehacker.de/2010/06/pomodoro-tools-und-technik-im-ueberblick

Pomodore-Technik
>>> http://pomodorotechnique.com

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